Bogota: südamerikanischer Flair und ein lohnendes Reiseziel

Die Hauptstadt Bogota ist das Verwaltungszentrum und wirtschaftliches Zentrum Kolumbiens. Ganz zu Unrecht genießt die Millionenstadt den Ruf einer drögen bürokratischen, touristisch wenig attraktiven Stadt. Bogota liegt im Hochland der Ostkordilleren, punktet sowohl mit einem reichen kolonialen Erbe, viel Natur und einer quirligen jungen Stadtkultur. Zahlreiche internationale Kulturinstitute, eine vielfältige Kunstszene, Museen und Universitäten machen die Stadt attraktiv.

Historisches koloniales Erbe

Unbestrittenes Zentrum von Bogota ist die Plaza Bolivar: hier finden sich die beeindrucktesten Bauten der Hauptstadt. Angelegt im 16. Jahrhundert läßt sich hier der Flair vergangener Zeiten erleben. Mit den spanischen Eroberern entstanden zuerst grandiose Kirchenbauten wie di Kirche La Conception und die Kathedrale San Francisco. Hier darf der Besuch des Innenraums nicht fehlen: berühmt ist die Kirche für seinen geschnitzten Hochalter, den ein spanischer Künstler ab 1622 schuf. Bei Spaziergängen durch die schachbrettartig angelegte historische Innenstadt lassen sich aber noch viele weitere historische Bauten entdecken. Rund um die monumentale Plaza de Bolivar sind die bekanntesten das Theater, der Präsidentenpalast und das Kapitol. Die aus dem neunzehnten Jahrhundert stammende Kathedrale ist dabei eines der prachtvollsten: Klassizistischer französicher Stil zeigt auch die dazugehörige Capilla del Sagrario. Reinste Machtdemonstration sind das Capitol und die etwa gleichzeitg gebaute Alcadia de Bogota. Prächtige Säulenhallen versetzten den Besucher in das Paris des 19. Jahrhunderts. Der Justizplalast als modernstes Gebäude an der Plaza Bolivar wirkt nicht weniger monumental. Der Neubau aus Beton entstand erst Anfang der neunziger Jahre. Geprägt sind in der Altstadt noch viele Straßenzüge durch Kirchenbauten der Jesuiten: Der Bischofssitz mit der barocken Kirche San Ignacio und das heutige Museo de Arte Colonial sind beeindruckende Zeugnisse der Vergangenheit.

Naturerlebnisse in und um die Stadt herum

Viele Parks und kleinere Grünanlagen machen es leicht, während eines Stadtrundganges eine Pause einzulegen. Mitten im Zentrum lieben die Monserrate Hügel. Hier lässt sich die Erholung im Grünen mit der Besichtigung des berühmten Monserrate Schreins verbinden. Nördlich von Bogota lohnt sich ein Tagesausflug an den Lake Guatavita. Mit dem Bus leicht zu erreichen ist der See mit dem beeindruckenden Panorama der Kordilleren. Aber nicht nur zur Entspannung ist das Naturerlebnis des Sees geeignet: Hier soll auch die Legende der Goldstadt El Dorado entstanden sein.
Ein Ausflug nach Zipaquira, etwa 25 Kilometer nördlich von Bogota ist zugleich Natur- und Kunsterlebnis: In der Sabana de Bogota wurde die einzige unterirdische Salzkathedrale gebaut.
In der Hauptstadt selbst beeindrucken die vielen Radwege und Parks, die das Leben in der Metropole lebenswert machen: Auf der Architekturbiennale in Venedig wurde Bogota für die Schaffung einer modernen Infrastruktur deshalb mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Plätze mit Bänken und Springbrunnen, Bibliotheken und Spielplätze tragen zur Lebensqualität bei.

Bogota geniessen

Besonders beliebt zum Wohnen, Essen und geniessen ist das historische Zentrum La Candelaria. Neben Größeren und kleineren Hotels und Pensionen gibt es hier auch zahlreiche private Vermieter. Um das Flair der südamerikanischen Metropole geniessen zu können, ist man hier an der richtigen Stelle. Einkaufsmöglichkeiten auf pittoresken Märkten, kleine Geschäfte mit lokalem Kunstgewerbe und Cafes machen das Viertel sehr beliebt. Auch am Abend sind Bars und Clubs ein toller Ort.

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